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Wenn der Jetski zur Gefahr wird

2014 November Gran Canaria (93) Mario Hoffmann

Mario Hoffmann

In den Osterferien reisten meine Familie und ich nach Teneriffa. Wie schon öfters liehen mein Sohn und ich uns Jetskis, um ein wenig die Küste auf und ab zu fahren. Durch einen unglücklichen Umstand kam es nach einer Weile zu einem Crash mit einem anderen Jetski-Fahrer. Durch die Wucht des Aufpralls verlor ich die Kontrolle, prallte auf den hinteren Teil des Jetskis und landete schließlich im Wasser. Da ich es aus eigener Kraft nicht mehr schaffte, mich aus dem Wasser zu hieven, zogen mich die Mitarbeiter des Jetski-Verleihs in das Sicherheitsboot. Jetzt erst bemerkte ich, dass ich unglaubliche Schmerzen und Probleme mit der Atmung hatte. Die Mitarbeiter des Jetski-Verleihs brachten mich an den Strand, verweigerten mir jedoch, eine Ambulanz zu rufen. Sie wiesen mich darauf hin, dass ich selbst die Verantwortung bei Unfällen tragen würde. So schleppte ich mich also zu meiner Frau, die etwas entfernt am Strand auf mich und meinen Sohn wartete und nichts vom Unfall bemerkt hatte. Als sie mich sah, rief sie umgehend einen Krankenwagen, der mich ins Krankenhaus brachte. Ich hatte 5 gebrochene Rippen, aber glücklicherweise waren keine Organe in Mitleidenschaft geraten. Ich wurde auf der Intensivstation untergebracht und bekam Sauerstoff und Medikamente gegen die Schmerzen. Der Krankenhausarzt informierte uns, dass ich nicht wie geplant mit einem Linienflugzeug nach Luxemburg zurückkehren könnte. Meine Frau nahm deshalb umgehend Kontakt mit der LAR auf. Da die LAR allgemein in der Ferienzeit viel zu tun hat, konnten die Mitarbeiter mir beim ersten Kontakt noch nicht genau sagen, wann eine Abholung möglich sei. Doch am nächsten Tag kam der erlösende Rückruf. Bereits am Folgetag konnte ich, zusammen mit einem weiteren Patienten, im Ambulanzflugzeug zurück nach Luxemburg geflogen werden. Im medizinisch voll ausgestatteten Flugzeug war ich bestens versorgt und betreut. Nach weiteren drei Tagen im Ettelbrücker Krankenhaus durfte ich dann den Rest meiner Genesung zu Hause verbringen.?

Mario Hoffmann