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LAR in den Medien

Als gemeinnützige Organisation steht die LAR in besonderem Maße in der Öffentlichkeit. Es ist uns wichtig, die Menschen über unsere Arbeit auf dem Laufenden zu halten.

Eine sehr bewegte Nacht (source: Tageblatt)

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AIR RESCUE In der Silvesternacht gelten die gleichen Bestimmungen wie werktags

LUXEMBURG Die LAR betreibt eine Flotte von fünf Rettungshelikoptern und fünf Ambulanzjets. Die sogenannte ?Fix wing? Flotte ist im Gegensatz zum Rettungshubschrauber auch nachts flugtauglich. Die Koordinierung der Einsätze der Ambulanzjets erfolgt im Luxembourg Control Center (LCC) am Findel. An Sonn- und Feiertagen wie auch zum Jahreswechsel gelten bei der LAR die gleichen Bestimmungen wie werktags, also ?Business as usual?. Das Tageblatt warf zum Jahresende für seine Leser einen Blick hinter die Kulissen der LAR. Die Silvesternacht war für die LAR-Mitarbeiter alles andere als ruhig, zudem erschwerten die Wetterbedingungen die Flugtätigkeit erheblich.

Im Alltag
Die weltweiten Flugzeugeinsätze der LAR koordiniert ein Team im LCC, hier herrscht Tag und Nacht Hochbetrieb. Die Flugzeugflotte erfüllt rund um die Uhr drei wesentliche Aufgaben: einerseits die weltweite Patientenrückführung ? eine Leistung, die für LAR-Mitglieder kostenlos ist. Zum anderen den Organtransport als exklusiver Partner von ?France Transplant? sowie humanitäre Missionen etwa bei schweren Naturkatastrophen. Hubschraubereinsätze wickeln die jeweiligen Crews in Eigenregie ab. Neben der primären Erstversorgung und der Luftrettung übernehmen die Hubschrauber den Verlegungstransport von Patienten zwischen den Krankenhäusern. Ambulanzjets können mitsamt Mannschaft im Notfall binnen maximal zwei Stunden zu jeder Tageszeit abheben und Hilfe am anderen Ende der Welt leisten. Der medizinische Koordinator des LCC klärt bei der Patientenrückführung alle medizinischen Gegebenheiten ab und bestimmt das an die Situation angepasste Transportmittel für die Rückholung. Ist dazu der Einsatz der fliegenden Intensivstation erforderlich, beginnt der ?Flight Dispatcher? mit der Flugorganisation. Er ermittelt Wetterbedingungen, holt die Start- und Landeerlaubnis ein, organisiert den Patiententransport zwischen Krankenhaus und Flughafen und plant die gesamte Flugroute, ggf. mit Zwischenstopps zwecks Auftankens. Als France-Transplant-Partner wickelt die LAR den Transport von Transplantationsmedizinern sowie der Spenderorgane zum Empfänger innerhalb Frankreichs ab. Aufgrund der geringen Konservierungszeit der Organe stehen Schnelligkeit und Planung im Vordergrund. Rund 1.400 Mal jährlich, etwa 3-4 Mal täglich wird die LAR von France Transplant für den Organtransport beauftragt ? eine Aktivität, die überwiegend nachts stattfindet. Sobald ein Auftrag zum Organtransport eingeht, erstellt das LCC-Team binnen kürzester Zeit die Flugrouten. Je nach Distanz kommt ein LAR-Ambulanzjet oder ein Flugzeug einer französischen Partnergesellschaft zum Einsatz. Das zuständige Transplantationsteam wird zum Spender geflogen, das Team entnimmt dort eines oder mehrere Spenderorgane und fliegt zurück zum Organempfänger. Ab dem Zeitpunkt der Organentnahme bis zur Transplantation stehen drei, maximal vier Stunden

Höchste Konzentration
Höchste Eile und Konzentration sowie Planungssicherheit erfordern in allen Fällen vom LCCTeam sowie von den fliegenden Mannschaften quasi eine 105%- Leistung. In der Silvesternacht verzeichnete das Kontrollzentrum der LAR eine sehr hohe Aktivität, da blieb keine Zeit zum Feiern. Ein Mitglied musste mit dem Ambulanzjet aus Uganda zurückgeholt werden, zwei weitere Rückholflüge aus Portugal und Spanien mussten für den 1. Januar geplant werden, eine sehr schwierige Aufgabe aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen. Seitens France Transplant gab es fünf Anfragen für Organtransporte. Diese konnten in der Silvesternacht wegen zu schlechter Sichtverhältnisse nicht per Flugzeug durchgeführt werden. In solchen Fällen ermittelt das LCC zusammen mit France Transplant Organempfänger in der näheren Umgebung der Spender. Aufgrund der geringen Distanzen bei der lokalen Organvergabe organisiert das LCC den Transport der Chirurgenteams und Organe per Auto. Der Nebel erschwerte die Arbeit des LCC-Teams bei der Flugplanung erheblich, für die Piloten des Rückholflugs aus Uganda war es eine sehr ungewisse Nacht, da Wetterbedingungen innerhalb von Minuten wechseln können und geplante Starts und Landungen verzögern.

LAR-Einsätze 2015
Hubschrauber-Einsätze:
insgesamt 1.741

Ambulanzjet-Flüge:
insgesamt 926, davon 821 Rückholflüge

Organtransporte:
1.528 Anfragen wurden vom LCC für France Transplant verwaltet. 777 Organtransporte wurden in Zusammenarbeit mit französischen Partnern per Flugzeug durchgeführt, 125 Flüge wurden von der LAR abgewickelt.